Lehrstunde in Ludwigsburg – H1 muss deutlich Federn lassen

Als Berichterstatter gilt es manchmal, harte Fakten klar zu benennen: Am vergangenen Wochenende erwies sich die zweite Mannschaft der HB Ludwigsburg für unsere H1 schlicht als eine Nummer zu groß. Die Gastgeber dominierten das Geschehen nahezu nach Belieben – ein Eindruck, der sich auch in den klaren Stimmen nach Abpfiff widerspiegelte: Woran hat’s gelegen?

Schon die Anfangsphase setzte den Ton. Mit Schnelligkeit und Dynamik startete Ludwigsburg ins Spiel und führte nach wenigen Minuten bereits 3:0, ehe Milan Jossner nach fünf Minuten den Bann brach. Doch die Achse Rothe/Skalicky drückte dem Spiel unübersehbar ihren Stempel auf. Dazu stand im Tor ein Keeper, der sprichwörtlich Beton anrührte und seinen Kasten nicht nur in der ersten Mannschaft extrem sauber hielt. Erst nach 15 Minuten fand unsere Mannschaft wieder in die Spur, kämpfte sich zurück und drehte das 8:5 sogar in eine 10:11-Führung. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch Max Löbich im Tor, der mit starken Paraden glänzte – Strafwürfe in Richtung Keeper zu werfen, ist nie eine gute Idee ;-).

Doch die Chance, mit einer Führung in die Pause zu gehen, ließ man liegen. Überzahlsituationen blieben ungenutzt, technische Fehler wurden eiskalt bestraft – und so ging es beim Stand von 13:11 in die Kabinen.

Was nach dem Seitenwechsel folgte, war jedoch kaum zu erklären. Das 16:14 sollte die letzte greifbare Nähe bleiben. Mit zunehmenden Fehlern wuchs der Druck, sodass Trainer Langlitz bereits in der 39. Minute die Auszeit zog. Die Wirkung verpuffte, und nur zwei Minuten später musste er erneut die Grüne Karte legen – ein absoluter Ausnahmezustand. Die bis dahin auf sieben Tore angewachsene Differenz war eine Viertelstunde vor Schluss weder physisch noch mental mehr aufzuholen. Zwar blitzten in der Schlussphase noch einzelne schöne Aktionen auf, doch selbst eine Ergebniskorrektur war nicht mehr möglich. Am Ende stand ein klares 33:23 auf der Anzeigetafel – ein Resultat, das man sich im Vorfeld sicher anders vorgestellt hatte.

Nun gilt: Mund abwischen und weitermachen! Die Mannschaft hat zwei Wochen Zeit, Fehleranalyse zu betreiben und im Training die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn die nächste Aufgabe wird keinesfalls leichter: Am 12.10. wartet das Derby auswärts gegen die HSG Heilbronn. Anwurf ist um 16 Uhr in der Leintalsporthalle in Frankenbach.